Europa-Universität Viadrina und PWC veröffentlichen Studie

Jörg Middendorf, BCO

Auszug aus der Pressemitteilung der Europa-Universität Viandrina

„Über die Dauer eines Jahrzehnts (2005 bis 2015) haben Wissenschaftler der Europa-Universität Viadrina gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers die Entwicklungen im Konfliktmanagement deutscher Unternehmen begleitet und untersucht. Dieses bislang im deutschsprachigen Raum einzigartige Langzeit-Forschungsprojekt kommt mit der nunmehr veröffentlichten Studie „Konfliktmanagement in der deutschen Wirtschaft – Entwicklungen eines Jahrzehnts“ zu einem Abschluss. In der aktuellen Studie wurden gut 180 Unternehmensvertreter zum Umgang mit und der Einstellung zu unterschiedlichen Verfahrensarten befragt, mittels derer Konflikte zwischen und innerhalb von Unternehmen bearbeitet werden.“

Hier der Link zu den Ergebnissen!

Evaluation des Mediationsgesetz

Jörg Middendorf

Das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV) ist vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz beauftragt worden, das Mediationsgesetz einer Evaluation zu unterziehen. Die Online-Befragung ist ab sofort bis bis zum 21. Oktober 2016 freigeschaltet und richtet sich an alle Menschen, die eine Mediationsausbildung absolviert haben und/oder als Mediator professionell tätig sind. Hier der Zugang zur Umfrage:

Evaluation des Mediationsgesetzes

Mediationskongress in Dresden

Jörg Middendorf, BCO

Der Bundesverband Mediation führt am 4. und 5. November 2016 in Dresden seinen jährlichen Kongress durch. Der Mediationskongress des BM findet in diesem Jahr unter dem Titel „Vielfalt neu denken“ in Dresden statt. Das aktuelle Programm finden Sie unter www.bm-kongress.de Der Kongress umfasst vielfältige Informationen und Workshops zur intensiven Auseinandersetzung mit aktuellen Themen der Mediation.

Wichtige Rechtsverordnung zum Mediationsgesetzt

Jörg Middendorf, BCO

Seit 2012 gibt es in Deutschland ein Mediationsgesetz, welches beschreibt was Mediation ist und wie sie grundsätzlich abläuft. Auch wurde festgelegt, dass Mediation einen zertifizierten Mediator verlangt. Leider wurde nirgendwo definiert, was genau ein zertifizierter Mediator ist und welche Qualifikationen er vorzuweisen hat. Diese Lücke wurde jetzt  durch die Rechtsverordnung über die „Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren“ vom 21. August 2016 geschlossen. Damit bekommt der Mediationskunde zum ersten Mal eine rechtlich verbindliche Aussage darüber, was ein die Grundlage für die Zertifizierung als Mediator ist. Damit ist ein Stück mehr Klarheit und Transparenz im Bereich der Kontaktvermittlung geschaffen worden.  In Kraft tritt die Rechtsverordnung am 01. September 2017. Den Text der Verordnung finden Sie hier:

Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren

 

Conflict Coaching: „ ….auch die rote Zone ist ein Weg…“

von Stefan Schönholz, ILD

Der Klassiker: vom Kollegen zum Chef; mein Coachee musste schmerzlich zur Kenntnis nehmen, dass nicht alle ihn in der neuen Rolle ernst nahmen. Vor allem seine ehemalige Ausbilderin, deren Chef er nun ist, nannte ihn despektierlich hinter seinem Rücken „das Kind“.

Ein klarer Konflikt – noch nicht offen ausgetragen aber für meinen Coachee schon sehr belastend. Insbesondere, als ich mir seine CDP Werte ansah: niedrige Werte im konstruktiven Bereich – hohe Werte im destruktiven Bereich: aber nicht im aktiven (da waren sie auch niedrig) sondern im passiven Bereich.

Also: „Gefühle zurückhalten“, „Kontakt vermeiden“, „Selbstgeißelung“ und „Nachgeben“ – alles stark ausgeprägt.

„Man wird auch Opfer, indem man zulässt, dass man zum Opfer gemacht wird,“ lautet ein Kernsatz der Victimoloy, der wissenschaftlichen Forschung von der Opferwerdung.

Nach intensiver Coachingarbeit kam mein Coachee dann zu folgender Lösung: seine ehemalige Ausbilderin zu einem final klärenden Gespräch einladen. Dabei klar die grüne Seite bevorzugen: „Gefühle verbalisieren“, „Lösungen entwickeln“, aber ihr auch ganz deutlich aufzeigen, dass er so ein Verhalten nicht akzeptieren wird und was dann die Konsequenzen sind (also schon mal die rote Seite aufzeigen – ohne auf die rote Seite zu gehen).

Für den Fall, dass keine tragfähige Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit gefunden werden kann, wäre der nächste Schritt dann die Trennung (Rot aktiv: „Gewinnen um jeden Preis.“).

Tag der Mediation

Jörg Middendorf, BCO

„Das Fremde verstehen“ ist das Motto der Zentralveranstaltung zum Tag der Mediation am 18. Juni in Berlin. Die Veranstaltung wird von den drei großen deutschen Mediationsverbänden BAFM, BM und BMWA durchgeführt. Auf den Seiten der Verbände finden Sie auch Hinweise zu den regionalen Veranstaltungen, die an diesem Tag in der ganzen Republik zum Thema Mediation stattfinden. Das Programm zur Berliner Zentralveranstaltung finden Sie hier!

Der Tag der Mediation an sich ist übrigens ein Beispiel dafür, dass verschiedene Organisationen Grenzen überwinden können, um einen gemeinsamen, höheren Ziel zu dienen. Die Erklärung des 18. Juni zum Tag der Mediation geht nämlich auf die „Wiener Erklärung“ von acht Mediationsverbänden aus drei Ländern zurück, die 2013 zusammenkamen, um gemeinsam die Idee der Mediation zu verbreiten und zu fördern!

Vielleicht sehen wir dann am 18. Juni in Berlin!

 

Führungskräfte sehen Fortbildungsbedarf im Bereich Konfliktmanagement

Jörg Middendorf BCO

Laut einer aktuellen Studie der Forschungsstelle Wirtschaftsmediation der TH Köln, dem Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement u.a. sehen 78 Prozent der befragten Führungskräfte einen eigenen Weiterbildungsbedarf im Bereich Konfliktmanagement und 63 Prozent im Bereich Kommunikation für Führungskräfte. Auch wenn die Führungskräfte generell zufrieden mit dem Konfliktmanagement im eigenen Unternehmen sind, so gibt es viele Bereiche in denen Nachholbedarf gesehen wird. So wird nur in 37 Prozent der befragten Unternehmen überhaupt in präventiver Konfliktbearbeitung investiert (z.B. bei Organisationsveränderungen), um unnötige Schwierigkeiten im betrieblichen Ablauf oder bei Change Management Projekten zu vermeiden.

Gerade bei der präventiven Konfliktbearbeitung sowie der Steigerung der persönlichen Konfliktkompetenz von Führungskräften und Beratern sollten das Conflict Dynamics Profile© und dem dazugehörigen Conflict Compass© genutzt werden. Durch konkreten Fokus auf veränderbares Konfliktverhalten werden konstruktive Konfliktlösungen gefördert und ermöglicht. Auch wenn viele Unternehmen bei dem Thema Konflikt häufig noch zurückschrecken, so ist Konfliktkompetenz die zentrale Schlüsselkompetenz für Führungskräfte. Konkrete Beispiele für fördernde und hinderliche Verhaltensweisen im Konflikt werden auch hier im Blog (s.u.) immer wieder besprochen.